Qigong und Achtsamkeit

Qigong und Achtsamkeit

Behandle alle Dinge so, als würdest du ein neugeborenes Baby baden
(Thich Nhat Han)

Achtsam zu sein beinhaltet eine besondere Form der Aufmerksamkeit. Es ist eine Haltung, die durch drei Merkmale besonders gekennzeichnet ist:

  • Sie ist ganz auf den Umstand unseres gegenwärtigen Wahrnehmungsprozesses gerichtet.
  • Sie ist ganz auf die Akzeptanz von allem, was wir gerade wahrnehmen gerichtet.
  • Sie ist gepaart mit einer wohlwollenden Grundhaltung.

 

Die Tradition des Qigong verfügt über einen umfangreichen, kostbaren Schatz an ausgefeilten Methoden und Übungen.

Es ist aber nicht unbedingt notwendig, die altchinesisch geprägten  Modellvorstellungen zu übernehmen, um die Wirkungen des Qigong zu nutzen.

Wichtig ist die zugrunde liegende achtsame Haltung sich selbst, als auch der Umgebung gegenüber.
Dass bei mit Achtsamkeit praktiziertem Qigong neben physiologischen Prozessen auch andere Prozesse beeinflusst werden, nämlich spezifische psychologische, auch energetische, ist unumstritten.

Qigong ist daher essentiell mit Achtsamkeit verbunden und von ihr beseelt.

Die Qigong-Übungen beruhen auf einer Beeinflussung von Körper-Geist-Seele-Prozessen im Sinne einer Regulation, Stärkung und Integration.

 

Besonders bei Übungen des Stillen Qigong wird vor allem der spirituelle Kontext mit seiner achtsamen Grundhaltung offensichtlich. Sie sind ein Weg des inneren Wachstums, der das ganze Leben vollständig erfasst.

Im tieferen Sinne werden die Übungen mit dem Ziel praktiziert, die Energien im Körper zu verfeinern, um in höhere geistige Ebenen aufzusteigen.
Es ist eine Haltung, die über eine körperliche Fitness, die sich mit einem spirituellen Mantel umgeben hat, weit hinausgeht.